Seeforelle

Die Seeforelle stammt aus der Familie der Lachsfische. Genetisch ist sie dieselbe Fischart wie die Meerforelle und die Bachforelle. Blauforelle, Goldlachs und Grundforelle sind weitere Namen der Seeforelle.

Körpermerkmale03_Fischarten_Seeforelle

Torpedoförmiger, seitlich etwas abgeflachter Körper; ältere Tiere hochrückiger als Jungfische. Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse. Mundspalte weit, reicht bis hinter die Augen. Bezahnung des Pflugscharbeins: 4-6 Zähne auf der Platte, meist vorne einfache, hinten doppelte Zahnreihen auf dem Stiel. Grundfärbung je nach Gewässer recht verschieden; Rücken meist blaugrau oder grünlichgrau; Flanken hell glänzend, mit unterschiedlich grossen, unregelmässig geformten, manchmal x-förmigen schwarzen Flecken und Ringe, vor allem bei Jungfischen. Mittellänge 40-80 cm, max. bis 140 cm lang. Die Seeforelle unterscheidet sich von der Bachforelle nicht als Art (gleicher Genotyp). Es handelt sich dabei nur um eine unterschiedliche Standortform.

Vorkommen

In den grossen, tiefen Seen des Voralpen- und Alpengebietes, Skandinaviens und der britischen Inseln.

Lebensweise

Die älteren Fische (Grundforellen) halten sich häufig in grösseren Tiefen (bis 70 m) auf, während die Jüngeren (Schwebeforellen) in den oberen Wasserschichten, oft in Ufernähe, anzutreffen sind. Jungtiere ernähren sich mehrheitlich von Kleintieren (Anflug, Bodentiere und Plankton), Erwachsene auch von Fischen. Laichzeit ist November und Dezember; die Laichwanderung setzt aber bereits ab anfangs September ein. Die Tiere sind ausgesprochen schnellwüchsig und erreichen oft nach 3 bis 4 Jahren bereits Gewichte bis 3 kg. Das Ablaichen erfolgt in der kiesigen Sohle der Zuflüsse. Ei Zahl 1000 – 2000 je kg Körpergewicht der Weibchen. Ei Grösse 5 – 5,5 mm Durchmesser. Die Jungfische verbleiben die ersten 1-3 Jahre in ihrem Geburtsfluss bis sie den Eltern in den See zurück folgen. Geschlechtsreife bei den Männchen z.T. im 3., durchgehend im 4., bei den Weibchen mehrheitlich im 4. oder 5. Jahr. Die Seeforellenbestände sind vielerorts stark zurückgegangen und die Art gilt als stark gefährdet.

Angeltechniken

Vom Ufer aus werden die Seeforellen mehrheitlich beim Spinnfischen gefangen. Ein für den Fang von Seeforellen häufig gebrauchter Spinnköder, ist der sog. „Löffelbutz“, bei dem es sich in der Regel um einen Mepps Spinner handelt, hinter welchem ein toter Köderfisch auf einen dünnen Bleistab gezogen wurde. Ansonsten werden die Seeforellen nur von den Schleppfischern mit den Seehunden oder beim Tiefseeschleppen gezielt befischt, auch wenn hin und wieder mit der Hegene einzelne Fangmässige gefangen werden.

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