Bartgeier beobachtenBartgeier Cierzo, 2016_by Hansruedi Weyrich

Der grösste Vogel des Alpenraums kommt zurück in die Zentralschweiz. Besuchen Sie den Auswilderungs-Standort auf Melchsee-Frutt und beobachten Sie die jungen Bartgeier, die von der Stiftung Pro Bartgeier ausgewildert wurden.

  • Periode: Frühsommer/Sommer
  • Ausgangsort: Melchsee-Frutt
  • Zielort: Bartgeier-Infostand Hengliboden

.

Bartgeier-Auswilderung

Im Sommer 2015 wurden auf Melchsee-Frutt drei und im Mai 2016 erneut zwei junge Bartgeier im Gebiet Hengliboden ausgewildert. Im Sommer 2017 werden erneut zwei junge Bartgeier ausgewildert (das Weibchen BG960 und das Männchen Johannes). Vom Infostand Hengliboden können spannende Beobachtungen gemacht werden. Packen Sie also Fotoapparat und Fernrohr ein und freuen Sie sich auf dieses einmalige Erlebnis!

Infostand Hengliboden

Hier wartet die Überraschung! Zuhinterst im Hengliboden wurden in den nahen Schroffen im Frühsommer 2015 erstmals in der Zentralschweiz wieder junge Bartgeier ausgewildert, im Mai 2016 erneut zwei männliche Jungtiere und im Sommer 2017 werden wieder zwei Bartgeier ausgewildert. Sie können jeweils von Mitte Juni bis Ende Juli vom Infostand aus beobachtet werden, wie sie flügge werden und ihre ersten Flugversuche starten. Auf dem Rückweg begleitet die Wandernden eine abwechslungsreiche Alpenflora entlang des südlichen Ufers des Tannensees, wo gut eingerichtete Feuerstellen zum Ausruhen einladen.

  • Wanderung von Melchsee-Frutt bis nach Tannalp ca. 1 Std. 15 Min (Alternative Fruttli-Zug)
  • Von Tannalp bis zum Infostand Hengliboden ca. 35 Min

Mehr zu den Bartgeiern

Fast 3 Meter Spannweite, feuerrote Augen! Mit seiner imposanten Erscheinung war der Bartgeier lange als schlimmer Lämmerdieb verrufen und wurde anfangs des 20. Jahrhunderts im Alpenraum ausgerottet. Völlig zu Unrecht. Denn der Bartgeier ist ein reiner Aasfresser. In einem langfristig angelegten Projekt werden Bartgeier seit 1986 in den Alpen ausgewildert. Seit 2007 brüten auch einzelne Paare wieder in der Schweiz. Auswilderungen im eidgenössischen Wildtierschutzgebiet Huetstock auf Melchsee-Frutt sollen helfen, den Bartgeier auch in die Zentralschweiz zurückzubringen.

Im Frühsommer werden Jungtiere kurz bevor sie erstmals fliegen in eine Felsnische beim Auswilderungsort gebacht. So lernen sie ihren Lebensraum von jung auf kennen. In dieser Zeit ist es möglich, den Bartgeier-Infostand zu besuchen und die Bartgeier während rund zwei Monaten zu beobachten. Ein Team der Stiftung Pro Bartgeier ist mit Fernrohren vor Ort und kann die Jungtiere zeigen und das Wiederansiedlungsprojekt erläutern.

Hier finden Sie die Übersicht aller ausgewilderten Bartgeier und welche Routen sie fliegen.

Zu der Website der Stiftung pro Bartgeier gelangen Sie hier.

unspecified_1980