Bartgeier beobachten

Bartgeier Cierzo, 2016_by Hansruedi Weyrich

Der grösste Vogel des Alpenraums kommt zurück in die Zentralschweiz. Besuchen Sie den Auswilderungs-Standort auf Melchsee-Frutt und beobachten Sie die Bartgeier, die von der Stiftung Pro Bartgeier ausgewildert wurden.

Im Sommer 2015 wurden auf Melchsee-Frutt erstmals junge Bartgeier im Gebiet Hengliboden ausgewildert. Seitdem fand jeden Sommer bis 2018 eine Bartgeier-Auswilderung auf Melchsee-Frutt statt.

Keine Bartgeier-Auswilderung im Jahr 2019

Die Auswilderung von jungen Bartgeiern in der Zentralschweiz dient dazu die noch sehr kleine genetische Diversität in der Alpenpopulation zu verbessern. Im Jahr 2019 stehen keine Jungvögel zur Verfügung, die zu dieser Zielsetzung beitragen können. Daher findet dieses Jahr keine Auswilderung statt. Ein Besuch beim Infostand am Hengliboden lohnt sich aber allemal:

Besuch beim Infostand Hengliboden

Infotafeln zum Bartgeier, zum Auswilderungsprojekt und zu den an diesem Standort ausgewilderten Tieren geben Einblick in das Projekt der Wiederansiedlung des Bartgeiers. Zudem eignet sich der gedeckte Infostand beim Hengliboden ausgezeichnet um zu verweilen und Wiltdiere, wie Murmeltiere, verschiedene Alpenvögel, Gämsen und Steinböcke zu beobachten. Mit etwas Glück können auch Adler und vorbeiziehende Bartgeier beobachtet werden.

  • Wanderung von Melchsee-Frutt bis nach Tannalp ca. 1 Std. 15 Min (Alternative Fruttli-Zug)
  • Von Tannalp bis zum Infostand Hengliboden ca. 35 Min

An folgenden Tagen ist der Infostand betreut

  • 29. – 30. Juni: Franziska Löcher, Stiftung Pro Bartgeier (Wildtierbiologin & Stv. Geschäftsführerin Stiftung Pro Bartgeier)
  • 20. – 21. Juli: Wildhut & Hegegemeinschaft Kerns (Wildhüter Hans Spichtig und Jäger der Hegegemeinschaft Kerns)
  • 1. – 4. August: Franziska Löcher, Stiftung Pro Bartgeier (Wildtierbiologin & Stv. Geschäftsführerin Stiftung Pro Bartgeier)
  • 10. – 11. August: Wildhut & Hegegemeinschaft Kerns (Wildhüter Hans Spichtig und Jäger der Hegegemeinschaft Kerns)

Geführte Exkursionen

Unter der Woche bietet Peter Lienert (Obwaldner Kantonsoberförster i.R.) auf Anfrage Exkursionen an. Kontakt: 079 642 39 73

Infoflyer Bartgeier 2019

Mehr zu den Bartgeiern

Fast 3 Meter Spannweite, feuerrote Augen! Mit seiner imposanten Erscheinung war der Bartgeier lange als schlimmer Lämmerdieb verrufen und wurde anfangs des 20. Jahrhunderts im Alpenraum ausgerottet. Völlig zu Unrecht. Denn der Bartgeier ist ein reiner Aasfresser. In einem langfristig angelegten Projekt werden Bartgeier seit 1986 in den Alpen ausgewildert. Seit 2007 brüten auch einzelne Paare wieder in der Schweiz. Auswilderungen im eidgenössischen Wildtierschutzgebiet Huetstock auf Melchsee-Frutt sollen helfen, den Bartgeier auch in die Zentralschweiz zurückzubringen. Jeweils im Frühsommer wurden Jungtiere kurz bevor sie erstmals flogen in eine Felsnische beim Auswilderungsort gebracht. So lernten sie ihren Lebensraum von jung auf kennen.

Hier finden Sie die Übersicht aller ausgewilderten Bartgeier und welche Routen sie fliegen.