Bartgeier beobachten

Bartgeier Cierzo, 2016_by Hansruedi Weyrich

Der grösste Vogel des Alpenraums kommt zurück in die Zentralschweiz. Besuchen Sie den Auswilderungs-Standort auf Melchsee-Frutt und beobachten Sie die Bartgeier, die von der Stiftung Pro Bartgeier ausgewildert wurden.

  • Periode: Frühsommer/Sommer
  • Ausgangsort: Melchsee-Frutt
  • Zielort: Bartgeier-Infostand Hengliboden

 

Bartgeier-Auswilderung

Im Sommer 2019 findet keine Bartgeierauswilderung statt.

Der Grund dafür ist, dass die Jüngvögel, welche aktuell von den Brutpaaren aufgezogen werden, alle aus genetischen Linien stammen, die in der Alpenpopulation bereits gut vertreten sind. Sie werden in anderen Regionen als der Schweiz ausgewildert.

Hier finden Sie die offizielle Mitteilung der Stiftung Pro Bartgeier.

Im Sommer 2015 wurden auf Melchsee-Frutt erstmals junge Bartgeier im Gebiet Hengliboden ausgewildert. Seitdem fand jeden Sommer eine Bartgeier-Auswilderung auf Melchsee-Frutt statt. Vom Infostand Hengliboden können spannende Beobachtungen gemacht werden. Packen Sie also Fotoapparat und Fernrohr ein und freuen Sie sich auf dieses einmalige Erlebnis!

Infostand Hengliboden

Da im Sommer 2019 keine Auswilderung stattfindet, wird der Infostand Hengliboden nicht vor Ort betreut. Trotzdem hoffen wir, dass auch ohne Auswilderung regelmässig Bartgeier, die in den Vorjahren ausgewildert wurden, am Henglirain auftauchen. Der Standtort im Eidgenössichen Wildtierschutzgebiet Huetstock ist ohnehin ein wildreiches Gebiet, wo Steinböcke, Murmeltiere und viele andere Wildtiere gut beobachtet werden können. Zudem wird das Team der Stiftung Pro Bartgeier Informationsmaterial zur Verfügung stellen.

Zuhinterst im Hengliboden wurden in den nahen Schroffen im Frühsommer 2015 erstmals in der Zentralschweiz wieder junge Bartgeier ausgewildert. Auf dem Rückweg begleitet die Wandernden eine abwechslungsreiche Alpenflora entlang des südlichen Ufers des Tannensees, wo gut eingerichtete Feuerstellen zum Ausruhen einladen.

  • Wanderung von Melchsee-Frutt bis nach Tannalp ca. 1 Std. 15 Min (Alternative Fruttli-Zug)
  • Von Tannalp bis zum Infostand Hengliboden ca. 35 Min

Mehr zu den Bartgeiern

Fast 3 Meter Spannweite, feuerrote Augen! Mit seiner imposanten Erscheinung war der Bartgeier lange als schlimmer Lämmerdieb verrufen und wurde anfangs des 20. Jahrhunderts im Alpenraum ausgerottet. Völlig zu Unrecht. Denn der Bartgeier ist ein reiner Aasfresser. In einem langfristig angelegten Projekt werden Bartgeier seit 1986 in den Alpen ausgewildert. Seit 2007 brüten auch einzelne Paare wieder in der Schweiz. Auswilderungen im eidgenössischen Wildtierschutzgebiet Huetstock auf Melchsee-Frutt sollen helfen, den Bartgeier auch in die Zentralschweiz zurückzubringen. Jeweils im Frühsommer wurden Jungtiere kurz bevor sie erstmals flogen in eine Felsnische beim Auswilderungsort gebracht. So lernten sie ihren Lebensraum von jung auf kennen.

Hier finden Sie die Übersicht aller ausgewilderten Bartgeier und welche Routen sie fliegen.

Zu der Website der Stiftung pro Bartgeier gelangen Sie hier.